Ratgeber

Website-Relaunch ohne Google-Verlust: Weiterleitungen richtig planen

Bei einem Relaunch ändern sich oft die Adressen der Seiten. Wer sie nicht umleitet, verliert Google-Treffer, Links von anderen Seiten und Besucher. Mit einem sauberen Plan lässt sich das fast vollständig vermeiden.

Von Burak Karaman · 12. Oktober 2026

Kurz gesagt

Die Antwort vorweg

Erfassen Sie vor dem Relaunch alle alten Adressen, ordnen Sie jeder das inhaltlich passende neue Ziel zu und richten Sie dauerhafte 301-Weiterleitungen ein, jeweils direkt in einem Schritt. Nach dem Start prüfen Sie in der Google Search Console, ob noch Fehlerseiten auftauchen.

Aus der Praxis

Wie groß das werden kann

1.000+alte Adressen geprüft
375Weiterleitungen eingerichtet
43Textstellen mit falschen Sprachlinks

Bei einer zweisprachigen WordPress-Seite hatten sich über mehrere Umbauten hinweg so viele tote Adressen angesammelt. Alle Einzelheiten stehen in der Fallstudie.

„Besonders gut: Unklare Zuordnungen wurden nicht einfach eigenmächtig umgesetzt, sondern vorher mit mir abgestimmt.“
Aus der Bewertung des Kunden auf Fiverr

Schritt für Schritt

So planen Sie die Weiterleitungen

1. Alle alten Adressen erfassen

Sammeln Sie die Adressen aus der alten Sitemap, aus der Google Search Console und aus Links anderer Seiten auf Ihre Website. Vergessen Sie Bilder, PDFs und Sprachversionen nicht.

2. Jedes Ziel zuordnen

Legen Sie in einer Tabelle für jede alte Adresse das inhaltlich passende neue Ziel fest. Unklare Fälle klären Sie mit jemandem, der die Inhalte kennt, statt zu raten.

3. Dauerhaft und in einem Schritt umleiten

Richten Sie 301-Weiterleitungen ein, die direkt zum Ziel führen. Ketten über mehrere Stationen kosten Zeit und bremsen Suchmaschinen.

4. Interne Links anpassen

Menüs, Fußzeile und Links im Text sollen direkt auf die neuen Adressen zeigen, nicht über eine Weiterleitung.

5. Sprachversionen beachten

Bei mehrsprachigen Seiten muss jede Sprache auf ihr Gegenstück in derselben Sprache führen.

6. Nach dem Start prüfen

Reichen Sie die neue Sitemap in der Search Console ein und beobachten Sie in den ersten Wochen, ob Fehlerseiten gemeldet werden. Neue Lücken schließen Sie mit weiteren Weiterleitungen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Was ist der Unterschied zwischen einer 301- und einer 302-Weiterleitung?

Eine 301-Weiterleitung sagt Suchmaschinen, dass eine Seite dauerhaft umgezogen ist. Sie übertragen die Signale der alten Adresse dann auf die neue. Eine 302 steht für einen vorübergehenden Umzug. Nach einem Relaunch ist fast immer 301 richtig.

Wie lange müssen Weiterleitungen bestehen bleiben?

Google empfiehlt, Weiterleitungen nach einem Umzug mindestens ein Jahr aktiv zu lassen, besser dauerhaft. Alte Links auf anderen Seiten und in Lesezeichen gibt es oft noch viel länger.

Kann ich einfach alle alten Adressen auf die Startseite leiten?

Besser nicht. Google behandelt solche Sammel-Weiterleitungen oft wie eine Fehlerseite, und Besucher finden nicht, was sie gesucht haben. Leiten Sie jede Adresse auf die inhaltlich passende neue Seite. Gibt es keine, ist eine ehrliche Fehlerseite mit guter Navigation besser.

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